Energiewende in Japan?
Umweltaktivisten besuchen das Bertha-von-Suttner-Gymnasium am Mittwoch, 23. Oktober 2013, 11.30 Uhr
Geschockt von der Nuklearkatastrophe in Fukushima gründeten japanische Bürger und Fachleute im Sommer 2011 das Netzwerk „HokkaidoEnergyChange100“, um über eine Energiewende zu diskutieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, diese auch umzusetzen. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir viele kleine Erfolgs- beispiele und ein Netzwerk unter diesen Projekten brauchen“, sagt die deutsch- stämmige, bei Sapparo lebende Umweltaktivistin Birgit Bianca Fürst. So entstand die Idee von der „EnergieProjektSchule“, mit deren Gründer Menschen in der Region Sapporo für das Thema sensibilisieren und Ideen sammeln will, um regional eine Energiewende in Japan zu unterstützen. Nun ist Birgit Bianca Fürst mit sieben japanischen Politikern, Wissenschaftlern und Studenten in Süddeutschland unterwegs, um sich über erfolgreiche Energiepro- jekte vor Ort zu informieren. Fürst: „Diese gemeinsame Reise soll der Motivation und Inspiration durch Erfolgsbeispiele in Deutschland dienen.“ Seit 1996 ist Japan die neue Heimat Japanologin Birgit Bianca Fürst. Die ehemalige Schülerin des BvSG ist dort als Umweltberaterin und -aktivistin tätig. Seit der Fukushima-Havarie engagiert sie sich auch bei „Hokkaido Energy Change 100“.
Am 23. Oktober gegen 11.30 Uhr wird die Gruppe am Bertha-von-Suttner-Gymnasium erwartet, wo man sich über den mit Solarzellen überdachten Fahrradständer informieren will. Der Elternbeirat des BvSG hatte dem Landkreis als Schulträger vorgeschlagen, zur Finanzierung des schon lange gewünschten Fahrradständers dessen Dach mit photovoltaischen Anlagen auszurüsten. Diese Idee stieß auf offene Ohren: seit Februar 2013 steht das Solardach als Pilotprojekt des Landkreises an der Schule. Medienvertreter sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Selbstverständlich können Gespräche mit den Gästen aus Japan arrangiert werden.
